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Gemeinden

In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden / Ortschaften die zur Pfarrei Klingenmünster gehören.

Billigheim mit Mühlhofen


Eschbach mit Leinsweiler


Gleiszellen-Gleishorbach


Göcklingen


Ingenheim mit Heuchelheim-Klingen und Appenhofen


Klingenmünster


Ranschbach


Rohrbach

Freitag, 10. Juli 2020

Geistliches Wort für den Monat Juli 2020

Endlich Zeit haben

Gönne dir und deiner Seele die Auszeit des Urlaubs,
um dir zu erlauben, viel langsamer zu leben als sonst!

Erlaube dir und anderen für einige Zeit nicht funktionieren
zu müssen, um neue Freude zu finden am einfachen Dasein!

Schenke dir und deinen Lieben unverplante Zeit in den Ferien,
damit ihr einander entlasten könnt in so mancher Erschöpfung!

Genieße die unbeschwerten kostbaren Stunden und Tage,
um nicht ungenießbar zu werden bei all den täglichen Anforderungen!

Lass deine Seele in der Sonne oder im Schatten baumeln wie in einer
Hängematte, damit sie neue Kräfte sammeln kann für deine Arbeit!

Verkoste in vollen Zügen all die Gnaden und Wohltaten des Urlaubs,

um nicht zu verlernen dich kindlich und göttlich an ihnen zu freuen.

(Paul Weismantel: Aus: Marcus C. Leitschuh: Ferien! Impulse zum Auftanken. Verlag Neue Stadt, 2004)


Liebe Leserinnen und Leser unseres Pfarrbriefes und unserer Homepage
Liebe Urlauber und Gäste in unserer Pfarrei Hl. Maria Magdalena Klingenmünster.

Urlaub – was für ein Wort in diesem Jahr, das mehr denn je besetzt ist mit dem Gefühl von Sehnsucht und zugleich auch mit Frust und Ärger. Vielleicht geht es Ihnen so ähnlich wie auch mir.

Was wurden nicht im vergangenen Jahr bei vielen Menschen Urlaubspläne geschmiedet und gebucht. Vom Badeurlaub auf Mallorca bis hin zur Kreuzfahrt im Mittelmeer. Doch mit der Corona-Pandemie wurde vieles plötzlich nicht mehr oder nur unter großen Hygienevorschriften möglich. Für viele ist der Traum vom erholsamen und entspannenden Urlaub zerplatzt. Wie eine Seifenblase.

Von Paul Weismantel habe ich einen Urlaubswunsch ausgewählt, der uns für die bevorstehenden Wochen der Ferien und Urlaubstage begleiten darf.

„Langsamer leben, als sonst. Nicht funktionieren müssen. Unverplante Zeiten in den Ferien…“ Es sind große und starke Worte, die der Theologe hier findet. Für mich persönlich in diesem Jahr geradezu ein Geschenk und Weckruf.

Wir alle haben in den vergangenen Wochen, ob in den Familien, im Berufsleben oder als Pfarrei keine leichten Wege gehen müssen. Vieles wurde und wird von jedem einzelnen verlangt und abverlangt. Erst jetzt spürt man, was diese Zeit mit einem macht und auch noch tut. Nur langsam kommen wir in einen geregelten Alltagsablauf, vieles bleibt aber auch weiterhin verändert.

Ich möchte heute diesen Zeilen nutzen um Danke zu sagen und zugleich ermutigen, jetzt Schritte der Erholung und der Weite zu gehen. Rückblickend fallen mir viele Menschen ein, die unwahrscheinlich vieles geleistet haben – auch wenn es ihr „Job“ ist. Es sind unsere KITA–Leiterinnen mit ihren Erzieherinnen, es sind unserer vielen ehrenamtlichen Mitglieder in unseren Gremien, das sind unsere beiden Sekretärinnen und das Patoralteam. Jede und jeder hat mit ihren Möglichkeiten viel Kraft und Energie in viele Entscheidungen und Umsetzungen investiert. Nicht zuletzt die Wiederaufnahme der Gottesdienste in unserer Pfarrei.

Bei all diesen Kraftanstrengungen verlangt unser Körper und Seele eben jetzt auch nach Entspannung, Ruhe und Erholung. Es ist letztlich egal, in welcher Weise wir dies nutzen, ob zu Hause in unserer wundervollen Region oder doch Ziele über Landesgrenzen hinweg. Auch ich werde mir diese Wünsche zu eigen machen und versuchen langsamer zu leben, nicht immer funktionieren zu müssen und der Seele eine Pause zu gönnen.

Vor nicht zu langer Zeit habe ich von unseren Messdienern aus Klingenmünster eine Postkarte geschickt bekommen mit guten Wünschen und einem herzlichen Dankeschön. Sie hat einen Platz in meiner Wohnung gefunden und ich freue mich immer wieder, wenn ich sie mir anschaue. Wäre das nicht eine schöne Idee auch für die kommenden Urlaubstag? Schreiben Sie einem Menschen, den sie schätzen und einfach mal Dankeschön sagen wollen, eine Postkarte wo sie gerade sind. Es muss ja nicht gleich aus der Karibik vom weißen Strand sein. Auch eine Karte aus unserer Region oder aus dem schönen Deutschland kann das Herz des Anderen erfreuen.

Ich wünsche Ihnen und mir für die kommenden Tage und Wochen eine erholsame Zeit und viele schöne und erfreuliche Begegnungen.

Ihr Pfarrer Marco Gabriel

(Bild: Johannes SimonIn: Pfarrbriefservice.de)

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