Donnerstag, 23. April 2020

Impuls zum 3. Sonntag der Osterzeit

Gedanken zum Evangelius Johannes 21, 1-14

Halleluja!
Jesus lebt!
Überschwängliche Gefühle
Himmlische Momente
Hoch – Zeit

Und dann
kehrt der Alltag wieder
Was nun?
Was ist zu tun?
Wo sollen wir hin?

Das tun, was man tun kann …
Petrus und seine Freunde
gehen fischen
ihr Alltagsgeschäft
Jeder weiß was zu tun ist
jeder Handgriff sitzt

Doch sie gehen leer aus
mal wieder
Als sie ans Ufer kommen,
will da auch noch einer was von ihnen.
Und sie müssen sich eingestehen:
Wir haben nichts!
Bei uns ist nichts zu holen.

In diese Trostlosigkeit – in dieser Leere
die Einladung:
Versucht es noch einmal!
Lasst euch darauf ein – egal wie – egal was.
Ihr seid zur rechten Zeit am rechten Ort.

Die Jünger starten einen neuen Versuch
und das Netz füllt sich – ihre Leere wird erfüllt.
Und da erkennen sie:
Es ist Jesus,
der uns erfüllt – der uns beseelt – in dem wir uns wiederfinden – der sich in uns und durch uns widerspiegelt –
uns stärkt wie Brot und Fisch,
damit auch wir einander stärken können.

Herr, stärke auch mich,
wenn nach Momenten himmlischer Nähe
der Alltag über mich hereinbricht
und trotz all meines Mühens und meiner Sorge
ich leer ausgehe und alles vergebens zu sein scheint -
ich mir eingestehen muss:
In dieser Leere kann ich nichts geben.
Lass mich deine Nähe spüren,

in Menschen,
die mir Mut machen, es trotz allem noch einmal zu versuchen,

in Menschen,
die mich stärken wie Brot und Fisch,
die mich bereichern, erfüllen und beseelen,
damit ich mich wiederfinden
und dadurch deine Botschaft widerspiegeln kann

für Menschen,
die meine Stütze, meine Stärkung und mein Herz brauchen.

Amen.

Ich wünsche uns, dass wir füreinander wie Brot und Fisch sein und die Botschaft vom Reich Gottes in den kommenden Tagen widerspiegeln können.

Ihre Seelsorgerin Doris Burkhart